Es war ganz sicher eine Saison, die lange in Erinnerung bleiben wird. Und das nicht nur deshalb, weil es für alle Beteiligten eine extreme Herausforderung war. Am Ende konnten zwölf Rennen an sechs Orten stattfinden und die zweite Saison der ADAC GT4 Germany komplett umgesetzt werden.

Das Saisonfinale in Oschersleben hatte es noch einmal in sich und bot auch für das Team Dörr Motorsport und seine beiden McLaren 570S GT4 eine große Bandbreite an Emotionen. Am Ende fuhr die Mannschaft aus Frankfurt mit einer Pole Position, drei Top-Ten-Plätzen und einem 15. Rang nach Hause. Die Bedingungen auf der 3,664 km langen Rennstrecke in der Magdeburger Börde waren kalt, trocken und jedes Rennen endete in der Nacht. Insgesamt beendete das Team um Team Manager Robin Dörr die Meisterschaft auf dem fünften Platz.

 

Es sollte ein herausforderndes Wochenende werden, das stand bereits im Vorfeld fest, denn mit 3,667 km und 14 Turns ist Oschersleben keine Strecke, die den beiden McLaren 570S GT4 besonders liegt. Einer der beiden musste zudem komplett ausgetauscht werden, da es am Rennwochenende zuvor zu einem Totalschaden kam.

 

Am Ende zeigte Dörr Motorsport aber erneut, dass es seine Leistung ausspielt, wenn es darauf ankommt, denn Fred Martin-Dye (31/London/GBR) holte eben genau auf dem getauschten #69 die zweite Pole Position der Saison. Im baugleichen McLaren ging Aleksey Sizov (17/Moskau/RUS) von Rang sieben aus ins Samstagsrennen. Der Rennfahrer aus Moskau legte einen absoluten Blitzstart hin und reihte sich auf dem vierten Platz ein, direkt hinter seinem Teamkollegen aus England, der zwei Plätze abgeben musste. Nach einer Safety-Car-Phase verlor allerdings auch Aleksey Sizov zwei Ränge und übergab die #59 an Christopher Dreyspring (22/Nürnberg/DEU), der aufgrund des Laufsieges auf dem Lausitzring sieben Sekunden länger in der Box stehen musste. Fred Martin-Dye konnte noch einen Platz gutmachen und reichte zur Halbzeit das Steuer auf Rang 2 an Phil Dörr (19/Butzbach/DEU) weiter. Nach der Bereinigung des Boxenstoppfensters lag Christopher Dreyspring auf Rang 11, Phil Dörr auf Rang 3. Doch es sollte sein Rennen nicht sein. Zuerst wurde er von einem anderen Fahrzeug gedreht und musste dann auch noch eine Durchfahrtsstrafe wegen „unsafe release“ beim Boxenstopp absolvieren. Der Butzbacher verlor insgesamt 12 Plätze. Am Ende reichte es noch für einen 15. Platz im Samstagsrennen. Christopher Dreyspring sieht auf dem 9. Patz die schwarz-weiß-karierte Flagge.

 

Finalrennen für Dörr Motorsport
Christopher Dreyspring startete von Platz 10 aus in das Sonntagsrennen, sein Teamkollege Phil Dörr auf Platz 14. Beides keine optimalen Voraussetzungen und in den ersten Turns war es eine ziemlich enge Sache, doch beide McLaren 570S GT4 konnten sich gut behaupten und machten Plätze gut. Christopher Dreyspring war auf dem 7. unterwegs, Phil Dörr auf dem 10. Platz. Beide Dörr-Motorsport-Piloten mussten dann im Grunde zeitgleich einen Platz hergeben und stellten fast ebenso zeitgleich die Ordnung wieder her. Wenige Minuten vor Öffnung des Boxenstoppfensters verliert der Butzbacher noch Ränge und übergibt das Steuer an Fred Martin-Dye, der nach der Bereinigung des Boxenstoppfensters auf Rang 10 in die zweite Hälfte des Rennens geht. Auch der Fahrerwechsel von Christopher Dreyspring auf Aleksey Sizov verlief gut, so dass sie Plätze wettmachen konnten. Fred Martin-Dye machte sogar noch einen gut und sah die Ziellinie auf dem 9. Platz liegend. Aleksey Sizov wurde noch ganz schön in die Mangel genommen und auf dem 7. Platz abgewunken. Das letzte Rennen der Saison 2020 endete erneut im Nachtmodus.

Bilanz mit gemischten Gefühlen
Dörr Motorsport beendet die Saison 2020 mit einem fünften Platz in der Teamwertung, einem sechsten in der Fahrerwertung für Fred Martin-Dye / Phil Dörr, einem elften für Aleksey Sizov und einem 13. für Christopher Dreyspring. In der Juniorwertung liegt Phil Dörr auf dem fünften Rang, Rookie Aleksey Sizov beendet das Jahr auf dem neunten Platz. „Wenn man angetreten ist, um vorne mitzufahren, hätte unser Gesamtergebnis besser aussehen müssen. Dennoch reise ich mit einem guten Gefühl nach Hause, denn wir haben gezeigt, dass wir uns im Vergleich zu 2019 stark verbessert haben und auch an Strecken, die dem McLaren nicht optimal liegen, vorne mitfahren können“, bilanziert Team Manager Robin Dörr. „Wir wussten im März, dass das kein normales Jahr werden wird. Wir sind von Rennstrecke zu Rennstrecke gereist. Für das gesamte Team Dörr bedeutete diese eine extreme Herausforderung. Herzlichen Glückwunsch an Team Allied-Racing zum Sieg der Meisterschaft in der Teamwertung und danke an die Verantwortlichen von ADAC Motorsport, dass sie allen Teams eine komplette Saison ermöglicht haben.“ Wo Dörr Motorsport 2021 antreten wird, ist aktuell kein Thema. Jetzt gilt es erstmal, durchzuatmen und die vergangene Saison zu analysieren.


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